dann befinden sich ca. 40 wackere Mitradler gemeinsam mit mir in Stralsund und nehmen Kurs Richtung Berlin.
Aber bis dahin muß erstmal das Rad in einen reisefertige Zustand gebracht werden (putzen, fetten, pumpen). Und mein Körper muß ebenfalls in eine entsprechende Konstitution aufweisen. Und das ist möglicherweise das größere Problem. Denn vier Tage vorher habe ich Depp mir noch vorgenommen, den Düsseldorf Marathon (komplett) zu laufen. Nach den Erfahrungen der letzten (Trainings-)Monate benötigen meine Beine danach ca. 2-3 Tage Rekonvaleszenz. Allerdings bin ich noch nie die gesamte Strecke gelaufen. Also eher nochmal einen Tag draufrechnen. Das wird also eine Punktlandung in Stralsund.
Vielleicht muß ich auch die ersten 100 Kilometer im Windschatten fahren und mein Vordermann mich mit einer kühlen Flasche Bier auf dem Gepäckträger anspornen.
Aber ab Tag 2 sollten dann die Beinschmerzen durch den einsetzenden 'Doloribus Malus Popus' (gemeiner Poschmerz) überkompensiert werden und somit in den Hintergrund treten. Der Poschmerz wiederum kann (zumindest zeitweise) durch die Einnahme von liquiden Schmerzblockern auf Hopfen-Malz-Basis vermindert werden. Dies führt allerdings häufig durch exponenziell mäandrierende Fahrweise zu einer signifikanten Fahrtstreckenverlängerung, was wiederum zu erhöhten Schmerzen des Sitzfleisches führt. Irgendwie ein Teufelskreis, dieses Fahrradfahren...
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